Unser Executive Interim Manager Johannes Stefan stellt fest, dass Restrukturierungen oft einem problematischen Muster folgen: Ein Restrukturierer kommt ins Unternehmen, analysiert Finanzzahlen, und wenige Woche später liegt ein Maßnahmenplan am Tisch. Im Zentrum: Kosten, Personal, Standorte, Investitionen. Was fehlt: ein tiefes Verständnis dafür, womit und warum ein Unternehmen eigentlich Geld verdient, und warum es das aktuell nicht mehr in ausreichendem Maße tut.
Diese Fälle enden selten erfolgreich. Kosten lassen sich kürzen, ohne das Geschäft zu verstehen, sind aber selten ursächlich für eine Unternehmenskrise. Diagnose- und Strategiearbeit ist für eine nachhaltige Transformation unumgänglich.
Die Diagnose muss dabei weit über das „Offensichtliche“ hinausgehen. Es genügt nicht, zu identifizieren was die Probleme sind – steigende Kosten, starker Wettbewerb, sinkende Umsätze – sondern was sie ausgelöst hat und warum sie weiter bestehen. Der Schlüssel von erfolgreichen Transformationen ist dabei ein gemeinsames Problemverständnis im Führungsteam, denn ein Unternehmen wird immer nur gemeinsam saniert, nie von einer Person allein.
Was den Diagnoseprozess heute deutlich einfacher macht als noch vor wenigen Jahren ist die Verfügbarkeit von Daten und Werkzeuge zur Datenanalyse. Was früher Monate an Analysearbeit erfordert hat, kann heute oft binnen weniger Tage und mit einem Bruchteil der Kosten sichtbar gemacht werden.
Erst wenn die Faktenlage klar ist, findet Fortschritt statt und die Diskussion verschiebt sich von „wer hat recht?“ zu „was tun wir?“. Erst dann ist Strategiearbeit möglich, erst dann werden Maßnahmen wirksam.
