VALTUS Management Factory unterstützt seit über 25 Jahren Eigentümer und Unternehmen bei Insolvenz- und Restrukturierungsverfahren. Unser Financial Advisory Team erstellt den Sanierungsplan in Abstimmung mit den relevanten Stakeholdern. Auch Masseverwalter greifen, wie das Beispiel KTM, zeigt immer wieder auf unsere Dienstleistungen zurück, um bei Insolvenzverfahren Sicherheit und Zeit zu gewinnen.

Eine erfolgreiche Sanierung ist kein Flickwerk an Einzelmaßnahmen, sondern die Einleitung eines rasch wirksamen, ganzheitlichen Transformationsprozesses.
Was ist der Unterschied zwischen einem Restrukturierungs- und einem Insolvenzverfahren?
Ein Restrukturierungsverfahren stellt einen breiten Sammelbegriff dar und umfasst sämtliche Prozesse mit dem Ziel der Umstrukturierung eines Wirtschaftssubjekts, um die Ergebnisqualität und die Fremdkapitalstruktur, Eigenkapital, Liquidität und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern. Diese Verfahren können präventiv eingesetzt werden und können außerhalb oder innerhalb eines gerichtlichen Rahmens umgesetzt werden.
Das Insolvenzverfahren hingegen ist ein gesetzlich definiertes, gerichtliches Verfahren, das entweder auf die Sanierung oder die geordnete Abwicklung eines zahlungsunfähigen oder überschuldeten Unternehmens ausgerichtet ist.
Welche Handlungsoptionen bestehen in Insolvenzverfahren?
Ein möglicher Weg aus der Insolvenz besteht in einer Restrukturierung beziehungsweise Unternehmenssanierung (Sanierungsverfahren). In diesem Fall wird ein Sanierungskonzept ausgearbeitet, das sowohl finanzielle als auch operative Maßnahmen umfasst und im Rahmen eines Sanierungsplans umgesetzt wird. Alternativ kann eine Zerschlagung erfolgen, bei der Vermögenswerte verwertet und die Erlöse entsprechend der gesetzlichen Rangordnung verteilt werden (Konkursverfahren).
Um den geeignetsten Weg zu definieren, steht die Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Mittelpunkt. Es bedarf einer Beurteilung der Fortführungsfähigkeit sowie die transparente Darstellung der wirtschaftlichen Situation gegenüber Gericht, Insolvenzverwalter und Gläubigern. In diesem Zusammenhang werden Liquiditätsstatus, Fortführungsfinanzplan sowie Zerschlagungs- und Fortführungsquoten ermittelt. Einen zentralen Bestandteil nimmt die Angemessenheitsprüfung ein. In dieser wird beurteilt, ob die im Sanierungsverfahren angebotene Quote im Vergleich zu einer Verwertung eine für die Gläubiger höhere Rückführung bringt.
VALTUS Management Factory übernimmt in Insolvenzverfahren die wirtschaftliche Begleitung und kann den Insolvenzverwalters durch vorgenannte Analysen und entscheidungsrelevante Berechnungen unterstützen. Eine Referenz ist das Insolvenzverfahren von KTM bei dem die Management Factory als wirtschaftlicher Berater des Masseverwalters und des Unternehmens tätig war. Dabei wurde unter anderem die Angemessenheitsprüfung durchgeführt, Fortführungsfinanz- und Liquiditätspläne plausibilisiert und unterschiedliche Wind-down- sowie Verkaufsszenarien berechnet und gegenübergestellt. Zusätzlich erfolgte die Tätigkeit als unabhängiger Gutachter in ausgewählten Fragestellungen. Durch diese Kombination aus Analyse, Szenario-Rechnung und gutachterlicher Beurteilung wurde eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die etwaigen weiteren Verfahrensschritte geschaffen.

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Welche Rolle spielt die finanzielle Restrukturierung in Restrukturierungsverfahren?
Die finanzielle Restrukturierung umfasst unter der Berücksichtigung der zukünftigen Liquiditätsentwicklung die Reorganisation der Kapitalstruktur und die Anpassung von Finanzierungsbedingungen. Die Kapitalstruktur kann über (Re-)finanzierungsmaßnahmen durch Fremdkapital, Schuldenschnitte oder zusätzliches Eigenkapital durch Alt- oder Neugesellschafter erfolgen. Damit einhergehend ist oftmals die Neuverhandlung von Kreditkonditionen, um den geänderten Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen. Diese Maßnahmen bilden die Basis, auf der operative Restrukturierungen und das Turnaround Management wirksam aufbauen können. In Unternehmenssanierungen werden diese Schritte als zentral angesehen, da die Stabilisierung der Zahlungsfähigkeit und die langfristige Kapitaldienstfähigkeit essenzielle Grundlagen für den erfolgreichen Turnaround sind.

Cash is King! Bei Insolvenz- und Restrukturierungsverfahren hat Liquidität oberste Priorität!
Was umfasst die operative Restrukturierung?
Die operative Restrukturierung setzt direkt an den Wertschöpfungsprozessen an. Typische Maßnahmen zielen darauf ab Verbesserungen in den Bereichen Organisation, Produktion, Einkauf, Vertrieb und Effizienzsteuerung herbeizuführen. Dieser Teil des Turnaround Managements greift somit wesentlich tiefer in das Geschäftsmodell ein als die finanzielle Restrukturierung.
Im Fall von KTM wurde die operative Restrukturierung vor allem durch eine konsequente strategische Neuausrichtung geprägt. Im Mittelpunkt stand die Rückbesinnung auf das Kerngeschäft – insbesondere Offroad-Motorräder mit einem weltweiten Marktanteil von über 50 %. Parallel dazu wurden weniger profitable Segmente, darunter Luxus-Straßenmotorräder und Fahrräder, geordnet zurückgeführt. Durch diese Fokussierung konnte die operative Leistungsfähigkeit gestärkt und die Grundlage für eine nachhaltige Fortführung geschaffen werden. Management Factory übernahm die Prüfung der Angemessenheit der von Bajaj angebotenen Quote von 30 % sowie die Plausibilisierung der Fortführungsfinanzplanung.

Reduzieren Sie das Insolvenz- und Restrukturierungsrisiko durch die rechtzeitige Optimierung ihrer operativen Prozesse!