
Restrukturierung: Unternehmen neu ausrichten
Unternehmen restrukturieren aus unterschiedlichen Gründen. Ein Markt verändert sich, ein Geschäftsmodell muss angepasst werden, Wachstum verlangt andere Strukturen oder ein Unternehmen gerät in eine Krise. Die Ziele sind häufig dieselben: Kosten senken, Erlöse steigern, die Liquidität verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit sichern.
Ob eine Restrukturierung gelingt, hängt davon ab, ob die Beteiligten den Prozess mittragen: Mitarbeiter:innen, Banken und Investor:innen. Sie müssen früh eingebunden werden und dem Management vertrauen können. Ein externer Partner, der vergleichbare Vorhaben bereits begleitet hat, bringt diese Erfahrung und eine unabhängige Sicht ein.
VALTUS Management Factory unterstützt Unternehmen bei Restrukturierungen mit Beratungsleistungen und mit Interim Manager:innen, die die Umsetzung operativ verantworten. Das gilt für gesunde Unternehmen ebenso wie für Unternehmen in der Krise. Dazu gehören die Entwicklung tragfähiger Restrukturierungskonzepte und bei Bedarf der Einsatz eines erfahrenen Chief Restructuring Officers (CRO).
Wie können wir Sie unterstützen?
Unsere Restrukturierungsexpert:innen verfügen über langjährige Führungserfahrung und unterstützen Sie dabei, Krisen zu bewältigen, Strukturen nachhaltig zu optimieren und Ihr Unternehmen wieder auf Erfolgskurs zu bringen.


Einsparungs- und Optimierungspotenziale zu identifizieren, ist oft der erste Schritt. Entscheidend ist, die Maßnahmen konsequent umzusetzen und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.
Was bedeutet Restrukturierung?
Restrukturierung bezeichnet eine über die Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation hinausgehende grundlegende betriebswirtschaftliche Umstrukturierung eines Wirtschaftssubjekts, um die Ergebnisqualität und die Fremdkapitalstruktur, Eigenkapital, Liquidität und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern. Restrukturierungen können auch gesellschaftsrechtliche Änderungen beinhalten, und sie werden mitunter von M&A Prozessen begleitet. Im Unterschied zum Turnaround müssen Restrukturierungen nicht notwendigerweise krisenbehaftet sein.
Die VALTUS Management Factory bietet für die DACH-Region die gesamte Dienstleistungspalette, um Ihr Unternehmen erfolgreich durch eine Restrukturierung zu begleiten – von einem Review des Business Plans über die Entwicklung von Restrukturierungskonzepten bis hin zur Umsetzung eines Programmes durch eine:n Interim Manager:in.
Worin liegt der Unterschied zu einem Turnaround?
Ein Turnaround bezeichnet das Abwenden einer lebensbedrohlichen Unternehmenskrise, er beinhaltet aber nicht notwendigerweise eine grundlegende Umstrukturierung eines Wirtschaftssubjekts. Es müssen beim Turnaround gravierende finanzielle und operative Probleme gelöst werden, um die Rentabilität und einen positiven Cash Flow wiederherzustellen. Dies erfordert oft eine Neuorganisation der Unternehmensabläufe und der Organisation, um Effizienz und Effektivität zu steigern. Personalabbau, eine Anpassung des Geschäftsmodells, Cost Cutting und Änderungen in der Unternehmensführung sind häufig Teil eines Turnarounds. Ziel ist es, eine schlankere und effizientere Organisation zu schaffen, um wieder in die Gewinnzone zu kommen. Turnarounds erfordern rasches und entschlossenes Handeln.
Wann ist eine Restrukturierung notwendig?
Eine Restrukturierung ist dann erforderlich, wenn Ergebnis- oder Liquiditätsprobleme nicht mehr durch einzelne Maßnahmen im laufenden Geschäft gelöst werden können. Typische Auslöser sind nicht mehr profitable Geschäftsmodelle, mehrere Verlustjahre in Folge, ein dauerhaft negativer operativer Cash Flow, der Verlust eines Großkunden, der Bruch von Financial Covenants oder strukturell veränderte Absatzmärkte. Häufig entsteht der Handlungsdruck auch von außen – etwa wenn Banken im Rahmen einer Prolongation ein Restrukturierungskonzept, eine Fortbestehensprognose oder ein IDW-S6-Gutachten einfordern.
Entscheidend ist der Zeitpunkt: Je früher eine Restrukturierung eingeleitet wird, desto größer ist der Handlungsspielraum und desto geringer der Anteil rein finanzieller Notmaßnahmen. In einer späten Liquiditätskrise verengen sich die Optionen auf wenige Wochen. Eine frühzeitige Liquiditätsplanung und -steuerung hilft, finanzielle Engpässe rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten.
Ablauf einer Restrukturierung in vier Phasen
- Lagebeurteilung und Analyse: Transparenz über Ertragslage, Liquidität, Markt und Mitbewerb und die Ursachen des Restrukturierungsbedarfs – im Falle von krisenbehafteten Restrukturierungen ist häufig eine rollierende 13-Wochen-Liquiditätsplanung erforderlich und mitunter auch eine Fortbestehensprognose.
- Restrukturierungskonzept: Erarbeitung eines in sich schlüssigen Lösungsansatzes, der auch gesellschaftsrechtliche Aspekte umfassen kann (Transaktionen, Teilbereichsschließungen, Spaltungen oder Verschmelzungen). Definition konkreter Arbeitspakete zu Kosten, Erlösen, Working Capital und Portfolio. Quantifizierung der Vorhaben, Hinterlegung mit Verantwortlichkeiten und Abbildung des gesamten Konzepts in einem integrierten Planungsmodell.
- Umsetzung: Der kritische Teil jeder Restrukturierung: konsequente Maßnahmenverfolgung, Stakeholder-Management gegenüber Banken, Eigentümern und Belegschaft, operative Führung durch erfahrene Manager:innen (CEO, CFO oder Chief Restructuring Officer).
- Stabilisierung: Absicherung der erreichten Effekte, Rückkehr zu normaler Steuerungslogik und Übergabe an das bestehende Management – oder alternativ Suche nach neuen Executives, die die Unternehmensführung nach der Restrukturierung übernehmen können.
Finanzielle Krisen stellen eine akute Gefahr für den Fortbestand des Unternehmens dar
Während strategische und operative Krisen meist nicht unmittelbar existenzbedrohend sind, kann bei Liquiditätskrisen oft nur ein beherztes und sofortiges Handeln eine Insolvenz abwenden. Auch ist es wichtig, die haftungsrechtlichen Risiken für die Organträger:innen im Auge zu behalten.
Unternehmen können durch unterschiedliche Faktoren in eine Unternehmenskrise schlittern: Wegfall bedeutender Absatzmärkte, aggressive Mitbewerber, produkt- oder marktverändernde Innovationen oder auch schlichtes Missmanagement.
Der Fokus in Krisen liegt oftmals in der Suche nach neuen Geschäftsfeldern bzw. in der Ausweitung des Produktportfolios; häufig bewegen sich diese Ausweitungen außerhalb der Kernkompetenzen des Unternehmens und bringen nicht den gewünschten finanziellen Erfolg. Nach dieser strategischen Krise stellt sich oftmals eine operative Krise ein, der wiederum eine finanzielle Krise folgt.
Finanzielle Krisen sind häufig neue, unbekannte Herausforderungen für das bestehende Management. In diesen Situationen ist es wichtig, einen klaren Fokus auf die Liquiditätssituation zu legen und das Geschäft über liquide Mittel zu steuern – anstatt den im normalen Geschäftsvorlauf oft üblichen Fokus auf Gewinn und Umsatz beizubehalten. Themen wie Cash bzw. Working Capital Management und Monitoring sollten als zentrale Aufgaben auf die Geschäftsleitungsebene gehoben werden. Oft empfiehlt es sich dafür, ein eigenes „Cash Office“ unter Einbindung von unterschiedlichen Bereichen einzurichten, um effektiv Prioritäten zu setzen und entsprechend zu steuern.
Wenn eine Zahlungsunfähigkeit droht, wird das Management mit diversen Haftungsrisiken konfrontiert, die es sorgfältig zu managen gilt. Trotz zeitkritischer Aufgaben dürfen die sorgfältige Begründung und Dokumentation von Entscheidungen sowie die Einbindung von relevanten Stakeholdern nicht vernachlässigt werden. Eine fundierte, gut dokumentierte Liquiditätsplanung und eine plausible Fortbestehensprognose sind dafür wichtige Instrumente.
Die VALTUS Management Factory bringt die notwendige Erfahrung mit, um diese Herausforderungen gemeinsam mit Ihnen erfolgreich zu meistern. Gerne stehen wir Ihnen als Partner beratend zur Seite oder stellen eine:n Restrukturierungsexperten:in als Interim Manager:in zur Verfügung.
Netzwerk von Umstrukturierungsexpert:innen und Restrukturierungsmanager:innen der Valtus-Allianz
Als europäischer Marktführer im Executive Interim Management verfügt die Valtus Alliance über ein umfangreiches Netzwerk von Restrukturierungsexpert:innen und Restrukturierungsmanager:innen.
Besonderheiten von Restrukturierungen in den Ländern der Valtus Alliance
RESTRUKTURIERUNG IN BELGIEN: Ein Interview mit Wim De Mulder
RESTRUKTURIERUNG IN BRASILIEN: Ein Interview mit Marcia Cubas
RESTRUKTURIERUNG IN CHINA: Ein Interview mit Paul Mol
RESTRUKTURIERUNG IN DÄNEMARK: Ein Interview mit Olav Hansen
RESTRUKTURIERUNG IN DEUTSCHLAND: Ein Interview mit Andreas Greis
RESTRUKTURIERUNG IN FRANKREICH: Ein Interview mit Christophe Mare
RESTRUKTURIERUNG IN INDIEN: Ein Interview mit Sanjay Lakhotia
RESTRUKTURIERUNG IN ITALIEN: Ein Interview mit Maurizio Ria
RESTRUKTURIERUNG IN JAPAN: Ein Interview mit Hajime Baba
RESTRUKTURIERUNG IN KANADA: Ein Interview mit Benoît Créneau
RESTRUKTURIERUNG IN MITTEL- UND OSTEUROPA: Ein Interview mit Bohuslav Lipovsky
RESTRUKTURIERUNG IN DEN NIEDERLANDEN: Ein Interview mit Ronald de Zoete
RESTRUKTURIERUNG IN NORWEGEN: Ein Interview mit Rolf Henrik Svendsen
RESTRUKTURIERUNG IN ÖSTERREICH: Ein Interview mit Christian Kniescheck
RESTRUKTURIERUNG IN SÜDKOREA: Ein Interview mit KJ Lee
RESTRUKTURIERUNG IN SPANIEN: Ein Interview mit Juan Manuel Gil de Escobar
RESTRUKTURIERUNG IN SCHWEDEN: Ein Interview mit Curt Holmertz
RESTRUKTURIERUNG IN DER SCHWEIZ: Ein Interview mit Roland Kleeb
RESTRUKTURIERUNG IN DER TÜRKEI: Ein Interview mit Kıvanç Ersöz
RESTRUKTURIERUNG IN DEN VEREINIGTEN STAATEN: Ein Interview mit Joe Poling
RESTRUKTURIERUNG IM VEREINIGTEN KÖNIGREICH: Ein Interview mit Milly Camley
ReTurn Mitgliedschaft
VALTUS Management Factory ist Mitglied bei ReTurn, dem unabhängigen österreichischen Expert:innen-Forum für Restrukturierungen, Sanierungen und Turnarounds. ReTurn seinerseits ist das österreichische Chapter der internationalen Turnaround Management Association TMA.
Häufige Fragen zur Restrukturierung
Wann sollte ein Unternehmen eine Restrukturierung einleiten?
Je früher, desto mehr Möglichkeiten hat das Unternehmen. Anlässe sind Marktveränderungen, sinkende Margen, starkes Wachstum, eine Übernahme oder eine Verschlechterung der Finanzlage.
In Österreich nennt das Unternehmensreorganisationsgesetz (URG) zwei Kennzahlen, ab denen Reorganisationsbedarf vermutet wird: eine Eigenmittelquote unter 8 % und eine fiktive Schuldentilgungsdauer über 15 Jahre. Gegensteuern sollte das Unternehmen deutlich vorher. Restrukturierung muss nicht krisenbehaftet sein – auch erfolgreiche Unternehmen restrukturieren regelmäßig um sich für die Zukunft gut aufzustellen.
Wie lange dauert eine Restrukturierung?
Die Konzeptphase dauert in der Regel sechs bis zwölf Wochen. Die Umsetzung dauert je nach Tiefe der Eingriffe zwölf bis 24 Monate. In einer Krise beginnen Sofortmaßnahmen zur Sicherung der Liquidität parallel zur Konzeptphase.
Wann ist Interim Management in der Restrukturierung sinnvoll?
Interim Management ist sinnvoll, wenn im Unternehmen das Restrukturierungs-Know-how fehlt, das bestehende Management durch Tagesgeschäft und Krise ausgelastet ist oder Banken und Investor:innen eine erfahrene, unabhängige Person in der Führung erwarten. Typische Anlässe sind die Erstellung und Umsetzung eines Restrukturierungskonzepts, akute Liquiditätsengpässe, der Ausfall von CEO oder CFO in einer kritischen Phase sowie Verhandlungen mit Kreditgebern und Gläubiger:innen. Interim Manager:innen sind kurzfristig verfügbar, bringen Erfahrung aus vergleichbaren Situationen mit und sind unabhängig von internen Interessen. Je nach Situation ergänzen sie das bestehende Management – etwa als Chief Restructuring Officer (CRO) oder Interim CFO – oder übernehmen einzelne Positionen im Top-Management.
Was macht ein Chief Restructuring Officer (CRO)?
Der CRO ist interimistisch Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortet die Restrukturierung. Er steuert das Restrukturierungsprogramm und die Liquiditätsplanung. Außerdem führt er die Verhandlungen mit Banken, Investor:innen, Gläubiger:innen und Arbeitnehmervertreter:innen. Die übrige Geschäftsleitung kann sich so auf das laufende Geschäft konzentrieren. Die Rolle übernimmt in der Regel ein:e Executive Interim Manager:in mit Restrukturierungserfahrung.
Was unterscheidet eine Restrukturierung von einer Insolvenz?
Eine Restrukturierung ist eine unternehmerische Entscheidung und wird auch in wirtschaftlich gesunden Unternehmen durchgeführt. Eine Insolvenz ist dagegen ein gerichtliches Verfahren, das bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung eröffnet wird. In der Krise erfolgt eine Restrukturierung meist außergerichtlich, durch Einigung mit Banken, Gläubiger:innen und Gesellschafter:innen. Gelingt das nicht, stehen in Österreich folgende gerichtliche Verfahren zur Verfügung:
- Restrukturierungsverfahren nach der Restrukturierungsordnung (ReO):
bei wahrscheinlicher Insolvenz, ohne Eröffnung eines Insolvenzverfahrens; das Unternehmen bleibt grundsätzlich in Eigenverwaltung. - Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung:
ein Insolvenzverfahren nach der Insolvenzordnung (IO) mit einer Mindestquote von 30 % binnen zwei Jahren; das Management führt das Unternehmen unter Aufsicht eines Sanierungsverwalters weiter. - Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung:
ein Insolvenzverfahren mit einer Mindestquote von 20 % binnen zwei Jahren; die Verwaltung übernimmt ein:e Insolvenzverwalter:in.In Deutschland stehen vor allem der Restrukturierungsplan nach dem StaRUG sowie das Insolvenzplanverfahren, auch in Eigenverwaltung, zur Verfügung.
Begleitet VALTUS Management Factory Restrukturierungen in Österreich und der DACH-Region?
Ja. VALTUS Management Factory begleitet Restrukturierungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Dafür hat sie ein eigenes Financial Advisory Team und arbeitet eng mit Valtus Germany und FS Partners – A Valtus Company zusammen.
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Hier finden Sie einige unserer Referenzen aus dem Bereich Restrukturierung. Klicken Sie auf das Logo, um die Referenz zu öffnen und zu lesen!
Wie können wir Ihnen helfen?
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