Ein Restrukturierungskonzept muss die Krisenursachen adressieren und beseitigen
Wenn sich eine Krisensituation abzeichnet, wenn eine Restrukturierung aus kartellrechtlicher Sicht erforderlich ist oder wenn Markt und Mitbewerb eine Neuaufstellung eines Unternehmens opportun erscheinen lassen, dann ist neben der finanziellen Stabilisierung eine rasche Identifikation und Analyse der Krisenursachen bzw. der Restrukturierungsursachen einzuleiten. Basierend auf der so erarbeiteten gemeinsamen Problemsicht können mit den Entscheidungsträger geeignete Maßnahmen entwickelt werden, um ein ineinandergreifendes Restrukturierungskonzept zu entwickeln. Sehr gerne unterstützen wir mit unserer Erfahrung aus ähnlichen Situationen bei der Analyse und der Entwicklung eines zweckdienlichen Plans. Bei Bedarf können wir das Konzept auch in einen IBR oder in ein formales Sanierungsgutachten überführen (Fortbestehensprognose bzw. IDW S6 Gutachten).

Einsparungs- und Optimierungspotenziale sind schnell gefunden. Die Herausforderung liegt in der konsequenten Umsetzung.
– Christian Egger, Partner der VALTUS Management Factory
Restrukturierungen benötigen eine schnelle,
konsequente und pragmatische Umsetzung
Oftmals sehen wir, dass rasch Einigkeit über die zu treffenden Maßnahmen bzw. Maßnahmenbündel herrscht, dass aber Schwierigkeiten bei der konsequenten Umsetzung auftreten. Unsere Empfehlung ist, sich auf wenige, aber dafür substanzielle und gut abgestimmte Maßnahmen zu konzentrieren. Strukturierte Maßnahmenpläne, klare Verantwortungen und Timelines sind Grundvoraussetzung für ein zielorientiertes Vorgehen. Zudem braucht es ein konsequentes Monitoring, um die Zielrichtung zu überprüfen und den Umsetzungsdruck hochzuhalten. Wir begleiten unsere Kund:innen daher nicht nur bei der Erstellung der Konzepte, sondern wir bieten auch eine aktive Umsetzungsbegleitung an.

Sie stehen vor einer Restrukturierung oder wollen frühzeitig gegensteuern?
Kontaktieren Sie uns gerne über das Kontaktformular auf unserer Website oder schreiben Sie uns eine E-Mail an office@mf.ag.
Operative Verantwortung und ein spezialisiertes Restrukturierungsexpertise ermöglichen die konsequente Implementierung des Restrukturierungsprogramms
Bewährt hat sich bei Restrukturierungen das Modell, der amtierenden Geschäftsführung einen CRO (Chief Restructuring Officer) oder einen CTO (Chief Transformation Officer) für den Zeitraum der Krisenbewältigung zur Seite zu stellen. Ist bereits ein:e Manager:in als CRO definiert, macht es oftmals Sinn, ein „CRO Office“ zu installieren, in dem alle für den Turnaround relevanten Arbeitspakete und Projekte gebündelt werden. Neben dem Tracking der Maßnahmenumsetzung sind das z.B. das Liquiditätsmanagement, die Vorbereitung von Transaktionen und das Stakeholdermanagement. Wir können Ihnen sowohl erfahrene CROs als auch Expert:innen für das CRO Office zur Verfügung stellen.
Stakeholder Management / Kommunikation ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor in der Restrukturierung
Ein weiterer wichtiger Aspekt für einen erfolgreichen Turnaround ist neben der internen Umsetzung die Einbindung der externen Stakeholder (Eigenkapitalgeber:innen, Kreditgeber:innen, Kunden, Lieferanten, Warenkreditversicherer etc.). Insbesondere Banken stellen in Restrukturierungssituationen umfangreiche Informationsanforderungen wie regelmäßige Liquiditätsupdates, Monats- oder Quartalsberichte und Fortschrittsberichte zur Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen. Gerne unterstützen wir Sie auch hierbei sowie bei sonstigen Themen rund um eine situationsgerechte Kommunikation mit allen Stakeholdern.
Welche Restrukturierungs- und Sanierungskonzepte gibt es?
Je nach Jurisdiktion gibt es spezifische Fachtermini für Restrukturierungskonzepte. In Österreich spricht man beispielsweise häufig von einer Fortbestehensprognose, in Deutschland von einem IDW S6 Gutachten und in den Niederlanden vom WHOA (Wet homologatie onderhands akkoord). Die Begrifflichkeiten und Anforderungen an ein Restrukturierungskonzept variieren von Land zu Land. Einen Überblick über die Restrukturierungsgepflogenheiten in den Ländern, in denen Valtus tätig ist, finden Sie auf unserer Webseite unter: Das Restrukturierungsnetzwerk von VALTUS

Für eine erfolgreiche Restrukturierung ist die zügige Zusammenstellung eines kleinen eingeschworenen Sanierungs-Teams unerlässlich: Umsetzungsstarke Vertreter:innen der wichtigsten Unternehmensbereiche, mit denen wir Maßnahmen erarbeiten und konsequent umsetzen.
– Christopher Klena, Partner der VALTUS Management Factory
Ein IBR (Independent Business Review) wird oft bei internationalen Konzernen in Auftrag gegeben, um für den Gesamtkonzern oder ein Tochterunternehmen eine objektive und belastbare Sicht auf den Stand der Dinge zu bekommen.
Davon zu unterscheiden ist der Reorganisationsplan, der in Österreich laut URG zu erstellen ist, wenn die Eigenkapitalquote unter 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer bei über 15 Jahren liegen. Gerne wird in Jahresabschlüssen daher festgehalten, dass trotz Vorliegen der URG-Kennzahlen aus bestimmten Gründen wie z. B. stillen Reserven kein Reorganisationsbedarf vorliegt, um sich so die Mühe zu ersparen, einen Reorganisationsplan zu erstellen und ein gerichtliches Reorganisationsverfahren nach URG einzuleiten. Diese Vermeidungsstrategie ist kurzsichtig, wenn auch nachvollziehbar, handelt es sich beim URG in Österreich doch de facto um totes Recht.
Last but not least gibt es in Österreich seit 2021 auch noch Restrukturierungsverfahren nach der Restrukturierungsordnung (ReO), in deren Zentrum ein detaillierter Restrukturierungsplan steht und mit deren Hilfe die Blockade einer Sanierung durch einzelne Gläubiger überwunden werden kann. Mehr dazu finden Sie in folgenden Beiträgen:

Sanierung braucht die Einbeziehung aller Anspruchsgruppen – Eigentümer:innen, Banken, Mitarbeiter:innen, Kunden und Lieferanten.
– Michael Austerer, Senior Manager der VALTUS Management Factory
Wie können wir Ihnen helfen?
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