Führung auf Zeit in kritischen Unternehmensphasen

Turnaround Manager:innen sichern Handlungsfähigkeit und führen Unternehmen entschlossen aus der Krise.
Wenn Liquidität, Ergebnis und Vertrauen gleichzeitig unter Druck stehen, braucht es erfahrene Führung mit klarem Mandat. Turnaround Manager:innen übernehmen kurzfristig operative Verantwortung, schaffen Transparenz und setzen die notwendigen Maßnahmen gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen des Unternehmens konsequent um. Ihr Fokus liegt auf der operativen Stabilisierung und nachhaltigen Ergebnisverbesserung.
Was leistet ein:e Turnaround Manager:in?
Ein:e Turnaround Manager:in stabilisiert das operative Geschäft, priorisiert die wirksamsten Ergebnis- und Liquiditätshebel und leitet die Umsetzung des Sanierungsplanes vor Ort. Die Rolle übernimmt einen eigenständigen, funktionsübergreifenden Auftrag mit unmittelbarer Ergebnis- und Umsetzungsverantwortung. Sie ist von den klassischen Mandaten eines Interim CEO, Interim CFO oder Interim COO zu unterscheiden, kann diese aber gezielt ergänzen.
- Liquidität sofort sichern: Zahlungsfähigkeit eng steuern, Mittelabflüsse reduzieren und kurzfristige Finanzierungslücken schließen.
- Ergebnisverluste konsequent stoppen: Kosten, Preise, Margen, Kapazitäten und unprofitable Aktivitäten neu ausrichten.
- Transparenz belastbar herstellen: Verlässliche Daten, integrierte Planung und ein aussagekräftiges Krisenreporting etablieren.
- Geschäftsmodell kritisch fokussieren: Wertschaffende Produkte, Leistungen und Kundensegmente stärken; nicht tragfähige Bereiche beenden.
- Stakeholder aktiv führen: Eigentümer:innen, Aufsichtsgremien, Banken, Investor:innen, Kund:innen, Lieferanten und Mitarbeitende klar einbinden.
- Umsetzung eng steuern: Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Fristen verbindlich festlegen und Abweichungen früh korrigieren.

Eigenständige Rolle und flexible Einbindung
Turnaround Manager:innen können zusätzlich zur bestehenden Geschäftsführung und auch parallel zu einem Interim CEO, Interim CFO beziehungsweise Interim COO eingesetzt werden. Abhängig von Krisenlage, Mandat und Governance können sie inhaltlich auch Aufgaben eines CEO, CFO oder COO wahrnehmen, ohne zwingend eine gesellschaftsrechtliche Organfunktion zu übernehmen. Entscheidend sind klar definierte Entscheidungsrechte, messbare Ziele und ein verbindlicher Umsetzungsrhythmus.
Wie läuft ein Turnaround-Management-Mandat ab?
Entscheidend ist aus Sicht des Interim Managers bzw. der Interim Managerin die Frage, ob es bereits ein Lösungskonzept gibt, sei es in Form einer Fortbestehensprognose, eines IDW S6-Gutachtens oder eines Restrukturierungskonzepts. Wenn ja, dann wird der bzw. die Turnaround Manager:in für die Umsetzung des Konzeptes engagiert. Wenn nein, dann inkludiert das Mandat neben der Stabilisierung des Unternehmens auch die Erarbeitung eines Sanierungsplans.
Grundsätzlich sind folgende Schritte für eine:n Turnaround Manager:in erforderlich:
- Lage und Mandat klären: Krisenursachen, Liquiditätsstatus, Stakeholder und Entscheidungsrechte erfassen.
- Sofortmaßnahmen einleiten: Zahlungsfähigkeit sichern, Verluste begrenzen und operative Risiken stabilisieren.
- Zielbild und Maßnahmen festlegen: Geschäftsmodell, Finanzierung, Organisation und Ergebnishebel aufeinander abstimmen.
- Umsetzung konsequent führen: Fortschritt transparent messen, Engpässe beseitigen und Entscheidungen beschleunigen.
- Stabilisierung dauerhaft verankern: Steuerungsmechanismen, Verantwortlichkeiten und Führung in die Organisation überführen.

Warum VALTUS Management Factory?
VALTUS Management Factory verbindet Executive Interim Management mit Financial Advisory. Turnaround Manager:innen übernehmen operative Führungsverantwortung und können bei Bedarf auf die Financial Advisory für spezialisierte Analysen, Fortbestehensprognosen, Independent Business Reviews oder Restrukturierungskonzepte zurückgreifen.
Zusätzlich zum Turnaround Manager bzw. zur Turnaround Managerin begleitet ein Partner von VALTUS Management Factory das Mandat über die gesamte Laufzeit. International tätigen Kunden steht darüber hinaus mit der VALTUS Alliance ein globales Netzwerk erfahrener Führungskräfte für grenzüberschreitende Turnarounds uns für Einsätze im Ausland zur Verfügung.
Wann ist der Einsatz sinnvoll?
Der Einsatz eines bzw. einer Turnaround Manager:in ist sinnvoll, wenn das operative Geschäft schnell stabilisiert und ein Ergebnisverbesserungsprogramm konsequent umgesetzt werden muss. Typische Anlässe sind akute Ergebnisverfehlungen, operative Leistungsschwächen, steigende Kosten, Margendruck, unzureichende Umsetzungskraft oder ein bereits definiertes Restrukturierungsprogramm, das ins Stocken geraten ist.
Was ist der Unterschied zwischen einem Turnaround Manager und einem CRO (Chief Restructuring Officer)?
Während ein Chief Restructuring Officer (CRO) normalerweise eine gesellschaftsrechtliche Organfunktion innehat, kann der Turnaround Manager auch unter der Geschäftsführung oder dem Vorstand angesiedelt sein. Beim CRO liegt der Fokus auf Liquidität, Finanzierung und (gesellschaftsrechtlicher) Restrukturierung, wohingegen der Fokus eines Turnaround Managers meist auf dem operativen Geschäft liegt. In der Praxis werden beide Begriffe allerdings häufig synonym verwendet.

Steht Ihr Unternehmen vor einer kritischen Veränderungsphase?
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