KI-gestützte Effizienz sichert journalistische Qualität und regionale Verankerung der RegionalMedien Austria (RMA)
Die RegionalMedien Austria-Vorstände Andreas Eisendle und Georg Doppelhofer erläutern in diesem Beitrag, wie ihr Unternehmen KI-Technologie dort einsetzt, wo sie echten Mehrwert stiftet: in der Lokalität sowie für die Leser:innen und Kund:innen.
Vor welchen Herausforderungen stehen Medien in Österreich?
Der Medienmarkt wandelt sich rasant, besonders 2025 war ein herausforderndes Jahr. Aufgrund der wirtschaftlich angespannten Lage und Kostensteigerungen musste auch die RegionalMedien Austria Personalmaßnahmen setzen. Daneben wurden einige Regionalbüros und Geschäftsstellen geschlossen, um die Struktur an neue Anforderungen durch flexible Arbeitsmodelle und Remote Work anzupassen. Die Maßnahmen wurden von der RegionalMedien Austria im Rahmen ganzheitlicher struktureller Anpassungen gesetzt, um am Markt flexibler agieren zu können. Durch gezielte KI-Integration in die jeweiligen Workflows war es möglich, das Geschäftsmodell dadurch nicht zu stark zu beeinträchtigen.
Daneben hat sich die Mediennutzung massiv gewandelt. Das Kerngeschäft der RegionalMedien Austria steht unter Druck, weil ein erheblicher Anteil der Werbegelder an internationale Technologiekonzerne abfließt. Laut Daten des Bundesministeriums für Finanzen waren die Einnahmen der Republik Österreich aus der Digitalsteuer im Jahr 2025 um knapp 52 % höher als die Einnahmen aus der Werbeabgabe des gesamten österreichischen Medienmarktes.
Welche Vorteile haben Lokalmedien im schwierigen Marktumfeld?
Lokalmedien wie die RegionalMedien Austria heben sich in vielen Punkten erfolgreich vom nationalen und internationalen Mitbewerb ab:
- Die RegionalMedien Austria bietet individualisierte, maßgeschneiderte Lösungen für Kund:innen, vor allem im Digitalbereich.
- Das starke Beilagen-Geschäft bleibt ein Differenzierer: Die RegionalMedien Austria kommt mit ihren Medien in jeden Haushalt.
- Der hyperlokale Bereich gewinnt massiv an Bedeutung: 87 % der Österreicher:innen interessieren sich für Inhalte aus ihrem unmittelbaren Umfeld. Genau hier liegt der klare USP der RegionalMedien Austria, das ist ihre ureigenste DNA.
Welche strategischen Hebel nutzen die Regionalmedien?
Die RegionalMedien Austria ist überzeugt, dass sie die Herausforderungen der kommenden Jahre erfolgreich meistern wird, weil sie konsequent auf eigene Stärken baut und sie systematisch weiterentwickelt:
- Hyperlokalität wird weiter vertieft.
- Technologie wird genau dort eingesetzt, wo sie den größten Nutzen stiftet: in der Redaktion, im Verkauf und in der Produktion. Sie hilft der RegionalMedien Austria, effizienter zu arbeiten, die Qualität zu erhöhen und mehr Zeit für jene Aufgaben zu gewinnen, die echte Nähe und Wirkung in der Region schaffen.
- Das Handeln wird immer stärker serviceorientiert ausgerichtet. Damit entwickelt sich die RegionalMedien Austria Schritt für Schritt von einem klassischen Medienunternehmen zu einem technologiegetriebenen Medien- und Serviceunternehmen, das Menschen und regionale Wirtschaft gleichermaßen unterstützt und verbindet.
Wo hilft der KI-Einsatz in Redaktionen und anderen Verlagsbereichen?
In den vergangenen Monaten hat die RegionalMedien Austria gezielt in moderne Technologien investiert und zugleich klare Standards für deren verantwortungsvolle Nutzung geschaffen. So hilft etwa die Verwendung des Copilots in der Microsoft-Umgebung den Teams, ihre Produktivität im Alltag spürbar zu steigern: Recherchen lassen sich schneller durchführen, Entwürfe und Analysen effizienter erstellen – all das in einem sicheren, datenschutzkonformen Rahmen.
Darüber hinaus nutzt die RegionalMedien Austria KI-gestützte Meeting-Calls, die automatisch Protokolle und To-do-Zusammenfassungen erstellen. Das schafft Transparenz, erhöht die Verbindlichkeit und ermöglicht es den Mitarbeiter:innen, ihre Zeit stärker auf Inhalte und Entscheidungen zu konzentrieren.
Begleitet wird dieser technologische Ausbau durch umfassende, unternehmensweite KI-Schulungen. Sie reichen von Datenschutz und IT-Security über praktische „Hacks“ im Arbeitsalltag bis hin zum effektiven Prompten. Das Ziel der RegionalMedien Austria ist klar: Teams sollen befähigt werden, neue Technologien nicht nur sicher, sondern auch wirksam einzusetzen – als Werkzeuge, die ihre tägliche Arbeit erleichtern und ihre Möglichkeiten erweitern.
Welche KI-Projekte treiben die Effizienz der RegionalMedien Austria am meisten?
Die wichtigsten zwei KI-Projekte mit dem höchsten Potenzial zur Effizienzsteigerung sind die beiden Kernprojekte NEXT und CLOSER.
Projekt NEXT – das KI-Upgrade im Redaktionssystem
Dieses wesentliche Zukunftsprojekt wird die RegionalMedien Austria-Redaktionen nachhaltig prägen und wächst mit monatlichen Releases kontinuierlich weiter. Das umfassende KI-Upgrade des RegionalMedien Austria-Redaktionssystems stellt den Redakteur:innen genau jene Werkzeuge zur Verfügung, die sie brauchen, um besser, schneller und effizienter zu arbeiten. Durch die Automatisierung wiederkehrender Routineaufgaben gewinnen sie wertvolle Zeit, die sie in das investieren können, was die Identität der RegionalMedien Austria ausmacht: starke lokale Geschichten.
Entwickelt werden die NEXT-Module im Unternehmen vom RegionalMedien Austria-eigenen Developer-Team. Erste Module beinhalten die neue automatische Bildersuche und Verschlagwortung, die Auffindbarkeit und Arbeitsabläufe spürbar verbessert. Gleichzeitig liefern KI-gestützte Headline-Vorschläge sowie die intelligente Kuratierung von Bezirks-Landingpages eine zielgenaue, publikumsgerechte Ausspielung der Inhalte. Es folgen monatlich neue Features und Verbesserungen bestehender Module: unterstützte Strukturierung der Artikel, einfache Verarbeitung von externen Quellen und Möglichkeiten, Quellen und Fakten hocheffizient zu prüfen.
Mittels Component Injection werden die von der RegionalMedien Austria entwickelten Module, die auf mehreren Large Language Models großer Anbieter wie OpenAI und Google basieren, nahtlos in das bestehende Redaktionssystem integriert. Sie sind somit höchst anwenderfreundlich.
Trotz all dieser Innovationen bleibt eines unverrückbar: Human in the Loop ist und bleibt oberstes Prinzip. Technologie unterstützt, aber der Mensch entscheidet. Genau diese Balance macht NEXT zu einem strategischen Meilenstein in der RegionalMedien Austria-Pipeline: mutig, wirkungsvoll und konsequent auf die Zukunft ausgerichtet.
Projekt CLOSER – der Effizienzturbo im Sales
Daneben wird die RegionalMedien Austria in weiteren Unternehmensbereichen den Einsatz und Ausbau von Technologie konsequent vorantreiben:
Im Vertrieb werden gezielt KI-gestützte Lösungen eingesetzt werden, um Werbeberater:innen administrative Aufgaben abzunehmen – und das in einer technologisch unkompliziert bedienbaren Form. Damit werden Terminvorbereitungen, Analysen, Kund:innen-Insights und Angebotsunterlagen deutlich schneller zur Verfügung stehen. Basis hierfür ist ein Model-Context-Protocol-Layer, der eine bidirektionale Kommunikation mit allen bestehenden Tools wie dem CRM oder Buchungs- und Produktionssystem ermöglicht. Es muss dabei nicht stark in diese Legacy-Systeme investiert werden. Das hebt nicht nur die Qualität der Beratungsgespräche, sondern schafft vor allem eines: mehr Zeit für persönliche Kund:innen-Termine und mehr Fokus auf Beziehung und Bedarf.
Auch in der Printproduktion prüft die RegionalMedien Austria technologische Potenziale. Dort, wo stark manuelle Abläufe dominieren, wird Technologie erprobt, ohne dabei Kompromisse bei Qualität oder Markenbild einzugehen. Technologie unterstützt die RegionalMedien Austria somit nicht nur operativ, sondern sie stärkt die gesamte Wertschöpfungskette.
Die RegionalMedien Austria: Gestalter der Region, Partner der Wirtschaft
Die Strategie der RegionalMedien Austria ist klar definiert: Hyperlokalität + Technologie + Service.
Dabei gilt ein zentrales Prinzip: Nähe schlägt Noise. Relevanz entsteht dort, wo das Leben der Menschen stattfindet: vor der Haustür.
Die RegionalMedien Austria investiert dort, wo sie die Wirkung in den Regionen spürbar erhöht. Das Unternehmen bleibt Gestalter in der Region, Impulsgeber für lokales Miteinander und verlässlicher Partner der regionalen Wirtschaft.
Wichtige Kennzahlen der RegionalMedien Austria:
Nationale Print-Reichweite: 2,92 Mio. Leser:innen pro Woche
Digitale Nutzer:innen: 3,2 Mio. monatlich auf MeinBezirk.at
Lokale Präsenz: 121 Zeitungs- und 117 Online-Ausgaben
Beschäftigte: über 650 Expert:innen in allen neun Bundesländern
