Die ReTurn Jahrestagung ging bei hervorragendem Frühlingswetter vom 2. bis 4. April mit spannenden Beiträgen, Diskussionen und Erfahrungsaustauschen im Schloss Grafenegg über die Bühne.

Walter Pudschedl, Ökonom der Bank Austria, leitete mit einem Ausblick über die gesamtwirtschaftliche Situation ein. Trotz aktueller Verwerfungen erwartet er eine weniger schlimme Entwicklung als allgemein befürchtet. Die Gründe dafür sieht er unter anderem im niedrigeren Zinsniveau und in der Lohnentwicklung in Österreich.
Markus Richter, CFO von Rosenbauer und Thomas Tschol, Partner der Management Factory berichteten über die Herausforderungen, umgesetzten Maßnahmen und erzielten Ergebnisse der Transformation und Refinanzierung von Rosenbauer. Mehr dazu auf unserer Homepage https://mf.ag/de/referenzen/rosenbauer/.

Jörn Kowalewski von Willkie und Ulla Reisch gaben Einblicke in die Anwendung des StaRUG in Deutschland und der ReO in Österreich in der Restrukturierungspraxis: Während das StaRUG mittlerweile ein etabliertes Instrument ist, hat sich die ReO durch einige Schwachstellen bisher als wenig praxistauglich erwiesen
Karl-Heinz Götze vom KSV stellte die aktuellen Insolvenzzahlen vor. In Q1 2025 konnte nochmal ein deutlicher Anstieg der Insolvenzfälle um ca. 6 % beobachtet werden. Die betroffenen Passiva beliefen sich auf ca. EUR 2,5 Mrd.

Nach dem Mittagessen diskutierten die Teilnehmer:innen in Kleingruppen über folgende Branchen: Immobilien (Moderation: Hartwig Skala), Tourismus (Moderation: Christoph Strobl), Automotive Industrie (Moderation: Gabriele Schiemer) und Handel (Moderation: Julian Wildpaner).

Christian Fischer von accelate, Thomas Marx von RWA Raiffeisen und Marcus Wolf von Roland Berger teilten Ihre Einschätzungen, wie Handel in Zukunft funktionieren kann. Danach wurden die Gedanken unter der Moderation von Gerhard Wüest vertiefend diskutiert. Für Retailer sehen es die Panel Teilnehmer als zentral an, eine klare Zielgruppendefinition zu erarbeiten und eine passende Channel Strategie zu entwickeln.

Johannes Zubrod und Daniel Emmerich berichten von der Transformation des CFOs vom „Chef-Buchhalter“ zum strategischen Schlüsselspieler sowie obersten Krisenmanager und Kommunikator.
Harald Kugler vom Austria Wirtschaftsservice (aws) gab einen Überblick über die COVID-Überbrückungsgarantien.
Clemens Jaufer erläutert die Vorteile, die ein Konzerninsolvenzrecht hätte. Beispielsweise wäre es dadurch einfacher möglich, gesunde Konzerngesellschaften mit einzubeziehen und negative Folgeeffekte der Insolvenz einer Gesellschaft auf andere Konzerngesellschaften zu verhindern.
Dr. Kanduth-Kristen von der Universität Klagenfurt stellte abschließend steuerliche Aspekte in (außergerichtlichen) Sanierungen dar.
Herzlichen Dank an den ReTurn Vorstand und Artur Zukal für die ausgezeichnete Organisation.

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