Executive Interim Management in Europa

Europa: Der Eckpfeiler der globalen Interim-Leadership

Europa bleibt der Eckpfeiler der weltweiten Executive Interim Management Branche und steht für einen Marktwert von über 2,8 Milliarden Euro. Auf dem gesamten Kontinent nutzen Unternehmen Interim-Führungskräfte nicht als Notlösung, sondern als strategischen Hebel – um Transformation zu beschleunigen, Kontinuität zu sichern und messbare Ergebnisse zu erzielen.

In diesem Umfeld steht die Valtus Alliance im Zentrum des europäischen Leadership-Ökosystems: Sie verbindet erstklassige Interim-Executives in nahezu 30 Ländern und setzt Maßstäbe für Exzellenz und Wirkung.

Von etablierten Zentren wie Frankreich und dem Vereinigten Königreich bis hin zu dynamisch wachsenden Märkten in Mittel- und Osteuropa übernehmen Interim-Executives Verantwortung, um nachhaltigen Wandel und beständiges Wachstum voranzutreiben.

Agilität und Führung in Zeiten zunehmender Komplexität

Mit der Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen und wachsender Komplexität steigt der Bedarf an erfahrenen Führungskräften, die vom ersten Tag an entschlossen handeln können. Europäische Unternehmen setzen zunehmend auf Interim Manager:innen, um digitale Transformation, Restrukturierung und Performance-Programme zu steuern – und so in einem unberechenbaren Umfeld handlungsfähig und agil zu bleiben.

Die Fähigkeit, erfahrene Führungskräfte schnell zu mobilisieren, ist zu einem echten Wettbewerbsvorteil geworden. Interim-Manager:innen spielen heute eine zentrale Rolle dabei, widerstandsfähige Organisationen zu formen, die Veränderungen antizipieren – statt lediglich auf sie zu reagieren.

Eine gemeinsame Vision für die Zukunft der Arbeit

Gemeinsam spiegeln die europäischen Märkte Reife, Vielfalt und Dynamik wider. Auch wenn jedes Land seine eigene Kultur und sein eigenes Tempo der Entwicklung beibehält, ist die gemeinsame Vision eindeutig: Flexible, hochqualifizierte Führung ist zu einem strategischen Grundpfeiler für Erfolg in der modernen Wirtschaft geworden. Von nordischer Effizienz bis zu südlichem Unternehmergeist zeigt Europa das gesamte Spektrum exzellenter Interim-Leadership. Der gemeinsame Fortschritt der Region macht eines klar: Die Zukunft der Führung ist flexibel, fokussiert und transformativ.

FRANKREICH / Rasantes Wachstum

Frankreich zählt zu den am schnellsten wachsenden Märkten für Executive Interim Management in Europa. Die Nachfrage steigt weiter – als Reaktion auf wirtschaftliche Gegenwinde, Transformationsdruck und Restrukturierungsbedarf. Besonders stark ist der industrielle Sektor, der nahezu die Hälfte aller Mandate ausmacht.

Sowohl mittelständische Unternehmen als auch große Konzerne setzen zunehmend auf Interim-Führungskräfte, um strategische Neuausrichtungen zu bewältigen, Transformation zu beschleunigen und Leistungsfähigkeit zu sichern.

„Im Jahr 2024 wurden mehr als ein Viertel aller Mandate in Unternehmen durchgeführt, die Interim Management erstmals nutzten – ein deutliches Zeichen für die wachsende Attraktivität dieser Lösung für Organisationen, die Flexibilität suchen und ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln wollen.“
Philippe Soullier, Group Chairman

VEREINIGTES KÖNIGREICH / Die gereifte Kraftzentrale

Das Vereinigte Königreich verfügt über eines der etabliertesten Executive-Interim-Management-Ökosysteme in Europa. Mit einer ausgeprägten Kultur unabhängiger Professionals und einem tiefen Talentpool bietet der britische Markt sowohl Größe als auch Reife. Interim-Manager:innen schließen hier nicht nur Führungslücken, sondern steuern strategische Transformationen, die Unternehmensergebnisse neu definieren.

„Der Einsatz von Interim-Manager:innen ist im Vereinigten Königreich weniger herausfordernd, da es seit Langem eine ausgeprägte ‚Gig Economy‘ gibt – und damit ein großes Angebot an fähigen, erfahrenen Kräften.“
Steve Rutherford, Managing Partner bei Valtus UK

BENELUX / Drei Märkte, drei Erkenntnisse

Die Benelux-Region – Belgien, die Niederlande und Luxemburg – zeigt eindrucksvoll, welche Kraft in Anpassungsfähigkeit steckt, sowohl in gereiften als auch in sich wandelnden Märkten. Die Niederlande nehmen dabei eine führende Rolle ein: Ihr besonders fortgeschrittenes Modell umfasst inzwischen sogar den öffentlichen Sektor, der Interim Management aktiv nutzt. Belgien und Luxemburg wiederum verzeichnen eine wachsende Spezialisierung, insbesondere in den Bereichen Finanzen, Restrukturierung und regulierte Branchen.

„Da Organisationen mit zunehmender Komplexität konfrontiert sind, wird Executive Interim Management nicht mehr als kurzfristige Notlösung betrachtet; es entwickelt sich zu einem bewusst eingesetzten strategischen Hebel. Sowohl Nachfrage als auch Angebot steigen – insbesondere in Situationen, in denen Führung ohne Verzögerung anpassungsfähig sein muss.“
Wim De Mulder, Partner bei VALPEO, Belgien

DACH / Ein robuster und widerstandsfähiger Markt

Mit einem Marktwert von über 1,1 Milliarden Euro zählt die DACH-Region – Deutschland, Österreich und die Schweiz – zu den dynamischsten und anspruchsvollsten Märkten Europas.

War der Einsatz von Interim-Executives früher vor allem mit Krisenmanagement verbunden, hat er sich inzwischen deutlich weiterentwickelt: hin zu strategischen Funktionen in digitaler Transformation, Post-Merger-Integration und operativer Professionalisierung.

„Früher wurden Executive Interim Manager:innen vor allem in Krisen- oder Vertretungssituationen eingesetzt. Heute hat sich ihr Aufgabenfeld deutlich erweitert – hin zu strategischen Projekten wie digitaler Transformation, Post-Merger-Integration und operativer Professionalisierung. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Anerkennung von Interim-Executives als proaktive Treiber des Wandels wider.“
Robert Sadjak, Managing Partner bei Valtus Germany

„Die Haupttreiber der Nachfrage nach Executive Interim Manager:innen in Österreich sind der hohe Bedarf an Restrukturierungen, Turnarounds und Transformationen. Zudem steigt auch der Bedarf an Programm- und Projektmanager:innen.“
Thomas Tschol, CEO & Partner bei Management Factory, Österreich

Lesen Sie hier eine ausführliche Marktanalyse des österreichischen Interim-Management-Sektors:

„In der Schweiz wird der Bedarf an Executive-Interim-Leadership vor allem durch multinationale Konzernsitze in den Bereichen Finanzwesen, Life Sciences, Industrie und Technologie bestimmt. Die Mandate sind hier die längsten in ganz Europa – ein Spiegel der hohen Komplexität der Herausforderungen.“
Simon Frei, CEO bei FS Partners, Schweiz

NORDISCHE REGION / Executive Interim Leadership auf dem Vormarsch

Der Reifegrad des Executive-Interim-Management-Marktes variiert innerhalb der nordischen Region. Schweden bleibt klarer Vorreiter, während Finnland, Dänemark und Norwegen sich mit konstantem Tempo weiterentwickeln. Was einst als Nischenangebot begann, hat sich inzwischen zu einer anerkannten strategischen Lösung entwickelt – mit stabilen jährlichen Wachstumsraten von rund 10–15 %.

Schweden
Ein gereifter und vertrauenswürdiger Markt, in dem Aufsichtsräte, Unternehmen und Private-Equity-Firmen auf Interim-Executives setzen – aufgrund ihrer Agilität, ihres spezialisierten Know-hows und ihres objektiven Blicks.

Dänemark
Ein solide wachsender Markt, in dem zunehmende Internationalisierung den Bedarf an Führungspersönlichkeiten stärkt, die globale Teams einen und leiten können.

Finnland
Steigende Aufmerksamkeit, da sowohl multinationale Konzerne als auch zukunftsorientierte KMU Executive-Interim-Lösungen in ihre Leadership-Strategien integrieren.

Norwegen
In einer stark spezialisierten Wirtschaftsstruktur spielen grenzüberschreitend tätige Interim-Executives eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung komplexer Transformationen und dem Vorantreiben von Veränderungsprozessen.

„Das Wachstum des schwedischen Marktes wird maßgeblich von aktiven Eigentümerinnen vorangetrieben, die mehr Flexibilität suchen. Gleichzeitig prüfen immer mehr hochqualifizierte Führungskräfte und Expertinnen alternative Karrierewege als Executive Interim Manager:innen.“
Cecilia Brinck, Managing Partner Sweden bei Nordic Interim

„Die dänische Unternehmenslandschaft befindet sich im Wandel – Unternehmen stehen vor neuen Anforderungen an Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit. Interim Management bietet hier eine flexible Lösung, die dringende Herausforderungen mit erfahrenen Führungskräften verbindet. So erhalten Unternehmen Zugang zu Executive-Talenten, die sofort Ergebnisse liefern und nachhaltige Wirkung erzielen.“
Henrik Höjsgaard, Managing Partner Denmark & Partner Sweden bei Nordic Interim

Das Bewusstsein für Interim Management wächst rasant. Immer mehr Aufsichtsräte und Eigentümer:innen erkennen die Vorteile von Interim-Executives als flexible, ergebnisorientierte Lösung für Führungsherausforderungen. Besonders in Situationen wie Transformationen, Wachstumsinitiativen oder bei akutem Führungsbedarf beweisen Interim-Manager:innen ihren Wert.

Jan Långbacka, Managing Partner bei Nordic Interim, Finnland


„Norwegen ist ein kleines Land mit hoch spezialisierten Branchen. Um den vielfältigen Bedürfnissen der Kund:innen gerecht zu werden, ist grenzüberschreitende Zusammenarbeit unerlässlich. Es ist ganz üblich, Executive Interim Manager:innen aus der gesamten nordischen Region einzusetzen.“
Rolf Henrik Svendsen, Managing Partner bei Incepto Executive, Norwegen

MITTEL- UND OSTEUROPA / Ein Markt auf dem Weg zur Professionalisierung

In Mittel- und Osteuropa führte der postkommunistische Wandel zu einem starken Bedarf an erfahrenen Führungskräften, die wirtschaftliche Liberalisierung, Privatisierung und organisatorische Restrukturierung vorantreiben konnten. In den 1990er-Jahren reagierten multinationale Unternehmen häufig darauf, indem sie Manager:innen aus Westeuropa entsandten, um lokale Strukturen an internationale Standards anzugleichen. In den vergangenen Jahren jedoch haben sich Executive-Interim-Management-Unternehmen zunehmend fest in der Region etabliert.

Heute werden Interim-Executives in den CEE-Ländern immer stärker eingesetzt, um Werksverlagerungen zu begleiten, Produktivität und operative Effizienz zu steigern, Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen sowie Fusionen und Übernahmen im Auftrag von Private-Equity-Investor:innen zu führen.

„Mit der Weiterentwicklung des Marktes steigt die Zahl grenzüberschreitender Executive-Interim-Management-Mandate. Um die vielfältigen Geschäftsumfelder der verschiedenen Länder in der CEE-Region besser zu navigieren, investieren Interim-Executives zunehmend in interkulturelle Weiterbildung.“
Bohuslav Lipovsky, Co-founder & Managing Partner bei CE Interim, Slowakei

Der Industriesektor als Treiber der Marktdynamik in Polen:

ITALIEN UND SPANIEN / Wachsende Bekanntheit

In Italien und Spanien machen sich viele Unternehmen noch mit dem Konzept des Executive Interim Management vertraut – Aufklärungsarbeit bleibt daher eine zentrale Aufgabe. Derzeit ist die Nachfrage besonders stark bei kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie familiengeführten Betrieben, wobei der Industriesektor eine Vorreiterrolle bei der Einführung von Interim-Leadership-Lösungen einnimmt.

Mandate in Italien und Spanien dauern in der Regel deutlich länger als der europäische Durchschnitt von 11,5 Monaten, und nahezu die Hälfte wird in Teilzeit besetzt. In beiden Ländern dominieren weiterhin Funktionen im General Management, die mehr als 30 % aller Interim-Mandate ausmachen.

Mit der zunehmenden M&A-Aktivität im Mid-Market-Bereich privater Beteiligungsunternehmen – häufig fokussiert auf leistungsschwächere, aber operativ solide Unternehmen – wächst der Bedarf an erfahrenen Integrations-Manager:innen rasant. Ihre Expertise wird zunehmend entscheidend, um eine erfolgreiche Umsetzung und Wertrealisierung dieser Transaktionen sicherzustellen.

Aufgrund der generell kleineren Unternehmensgrößen in Italien und kultureller Faktoren – viele KMU werden direkt von ihren Unternehmer:innen geführt – ist der italienische Interim-Management-Markt weiterhin unterentwickelt. Über 87 % der Unternehmen kennen diese Möglichkeit nicht. Von einem geschätzten Marktvolumen von rund 150 Millionen Euro werden etwa 25 % von größeren Anbieter:innen abgedeckt.

Roberto La Caria, Managing Partner bei STM, Italien


„Restrukturierung ist eine hochspezialisierte Nische, die tiefgehende operative, finanzielle und regulatorische Expertise erfordert – sowie die Fähigkeit, komplexe, langfristige Einsätze zu steuern. Typische Restrukturierungsmandate dauern rund 18 Monate in Vollzeit und spiegeln die Vielschichtigkeit von Turnaround-Prozessen wider – von Korrekturmaßnahmen bis zur regulatorischen Anpassung unter hohem Druck.“

Maurizio Ria, Managing Partner bei Duke & Kay, Italien

„In Spanien sind jene Unternehmen am erfolgreichsten, die globale strategische Trends nutzen, um ihre Herausforderungen zu bewältigen – eine der kritischsten davon ist die Gewinnung von Spitzenführungskräften. Interim-Management-Dienstleistungen entwickeln sich zu einem zentralen Instrument und verschaffen Unternehmen den Wettbewerbsvorteil, ihre Leadership zu stärken und nachhaltiges Wachstum voranzutreiben.“
Emilio del Prado, CEO bei EPUNTO Interim Management, Spanien

© 2025 Valtus. Alle Rechte vorbehalten