Für unseren Interim Manager Miklós-Paul Pálffy ist gut gemeinter Aktionismus eine der zentralen Gefahren für ein Unternehmen in der Krise.

Eine Unternehmenskrise bedeutet hohen Erfolgsdruck und die Notwendigkeit, kurzfristig Verbesserungen umzusetzen das gilt für die gesamte Organisation, das Management und den einzelnen Mitarbeiter. Daraus resultiert oft eine Vielzahl an Initiativen, die plötzlich den „Fokus auf Alles“ richten, eine immense Arbeitsbelastung verursachen und zu Spannungen zwischen den Bereichen führen. Das stört nicht nur reguläre operative Abläufe, sondern auch die erfolgreiche Umsetzung genau jener kritischer Initiativen, die den Fortbestand des Unternehmens sichern können.

Als Interim-Manager ist die Aufgabe, den Wirkungsgrad der Initiativen zu verbessern und die Umsetzung zu beschleunigen. Dazu bietet sich ein dreistufiger Ablauf an:

1) Die Diagnose: Identifikation bedrohlicher Symptome und zugrundeliegender Krisenursachen

Der erste Schritt ist, Klarheit über das Krisenstadium zu gewinnen. Was sind die kurzfristig bedrohlichen Symptome der Krise wie beispielsweise drohende Zahlungsunfähigkeit (Liquiditätskrise) oder sinkende Profitabilität (Erfolgskrise) und was sind die zugrundeliegenden internen und externen Krisenursachen?

2) Der Lösungsweg: Auswahl von Projekten mit hohem Impact    

Ausgangspunkt ist die Erstellung einer Long-List an möglichen Gegenmaßnahmen. Das erfolgt unter engem Einbezug von Eigentümern, Mitarbeitern und ggfls. externen Parteien (z.B. Kunden Banken) auf Basis von Finanz- bzw. Prozessanalysen und Workshops.

Darauf folgt die Auswahl der Fokusprojekte, wobei die Priorität zunächst auf der kurzfristigen Bekämpfung drohender Krisensymptome (z.B. unmittelbare Zahlungsunfähigkeit) liegt. Das Ziel ist, Handlungsspielraum für die Lösung der zugrundeliegenden Krisenursachen zu schaffen. Die Kunst ist hier, eine möglichst kleine Auswahl an Projekten mit hohem Wirkungsgrad zu treffen.

3) Die Umsetzung: Begleitung durch das Management

Für eine schnellstmögliche Umsetzung („Push-for-Speed“) braucht es nicht nur ein laufendes Monitoring des Projektfortschritts, sondern eine wesentliche Aufgabe des Managements ist den verantwortlichen Projektleitern bei der Umsetzung, den Weg zu ebnen. Dazu gehört unter anderem die Bereitstellung notwendiger Ressourcen, die Mediation von Interessenskonflikten und die aktive Kommunikation der Bedeutung der Fokusprojekte für den Fortbestand des Unternehmens.

Das Resultat ist eine mit den relevanten Parteien abgestimmte und zielgerichtete Auswahl an Initiativen, einer ungestörten Umsetzung mit hoher Management, Attention und vor allem raschen Erfolgen. Schnelle und nachvollziehbare Ergebnisse sind der Schlüssel für die Bewältigung einer Krise, – sie schaffen Vertrauen, Motivation und die nötige Einheit im Unternehmen.

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